BU-Checkliste mit 10 wertvollen Tipps!

Was Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung beachten sollten!

Wenn Sie sich für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung interessieren, orientieren Sie sich bitte an unserer BU-Checkliste. Unser Expertenteam hat Ihnen 10 wertvolle Tipps zusammengestellt.

1. Je jünger, desto billiger!

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist das Eintrittsalter ein wesentlicher Kalkulationsbestandteil. Deshalb gilt der einfache Grundsatz, je früher man sich für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, desto geringer wird der Beitrag für den Versicherungsschutz sein.

Doch warum ist das so? Ganz einfach, je früher man einem Vertrag abschließt, desto länger wird die Vertragslaufzeit sein. Und da das Versicherungsunternehmen das Eintrittsrisiko einer Berufsunfähigkeit bei der Kalkulation auf die gesamte Laufzeit verteilt, ist der Beitrag für einen 25 Jahre alten Versicherten stets niedriger als für einen 35-jähringen, da hier die Vertragslaufzeit 10 Jahre kürzer ausfallen wird.

Ein weiterer Vorteil, der für einen frühzeitigen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung spricht, ist der im Allgemeinen bessere Gesundheitszustand eines jungen Menschen. Ist die versicherte Person beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung vollständig gesund, so wird der Versicherungsantrag ohne Einschränkungen angenommen.

2. Versicherungsbedarf ermitteln!

Damit Sie im Fall der Fälle, beim Eintritt einer Berufsunfähigkeit, ausreichend gut abgesichert sind, sollten Sie beim Abschluss Ihres Versicherungsvertrages Ihren finanziellen Bedarf optimal ermitteln.

Am besten Sie addieren zuerst alle Ihre monatlichen Ausgaben, die Sie auch im Notfall nicht reduzieren können (Beispiel: Miete, Finanzierungskosten, Lebensunterhalt usw.).

Nachdem Sie nun wissen, welche monatlichen Fixkosten bedient werden müssen, sollten Sie entscheiden, wie hoch Sie die möglichen Leistungen aus dem gesetzlichen System berücksichtigen wollen. Sie hierzu auch das Kapitel „Gesetzliche Regelung“.

Im nächsten Schritt ziehen Sie nun von Ihren Fixkosten die Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung ab. Der Wert der nun übrig bleibt ist Ihr Bedarf, der durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgedeckt werden sollte.

Als allgemeine Faustregel gilt: Man sollte ca. 75% des aktuellen Nettoeinkommens durch eine private Berufsunfähigkeitsrente absichern. Für zukünftige Einkommenssteigerungen und zum Ausgleich der Inflation sollten Sie eine Dynamik vereinbaren.

3. Option: Nachversicherungsgarantie!

Da Ihre private und berufliche Zukunft nicht immer ins letzte Detail planbar ist, sollte Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung stets darauf achten, dass Ihnen das Versicherungsunternehmen verschiedene Nachversicherungsgarantien anbietet.

Mit dieser Option haben Sie das Recht, Ihren Versicherungsschutz anzupassen, ohne dass beim Erhöhen der Leistung eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig wird.

Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn sich in Ihrem Leben gravierende Veränderungen (Geburt eines Kindes, Kauf einer Immobilie, Arbeitgeberwechsel, usw.) ergeben haben und Sie deshalb zum Schutz Ihrer Bedürfnisse eine höhere Berufsunfähigkeitsrente benötigen.

4. Das richtige Endalter wählen!

Sie sollten beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung darauf achten, dass Sie das versicherte Endalter möglichst an den regulären Rentenbeginn anpassen. Wählen Sie eine zu kurze Vertragslaufzeit so kann unter Umständen eine finanzielle Versorgungslücke entstehen, wenn der Schutz durch die Berufsunfähigkeitsrente entfällt, die reguläre Altersrente aber noch nicht beantragt werden kann.

Da die Absicherung bis zum 65. oder auch 67. Lebensjahr doch etwas teurer ist als die Absicherung auf das 60. Lebensjahr, entscheiden sich leider immer mehr Versicherungsnehmer für die günstigere Variante. Da jedoch die meisten Berufsunfähigkeitsfälle zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr eintreten sollten man sich gut überlegen, ob eine Einsparung an dieser Stelle wirklich sinnvoll ist!

5. Achten Sie auf den Tarifbeitrag (= Bruttobeitrag)!

Da das Versicherungsunternehmen immer gewährleisten muss, dass die versicherte Person im Leistungsfall auch die vereinbarte Rentenleistung erhält, wird bei der Kalkulation ein Risikopuffer eingerechnet. Hierzu kalkuliert das Versicherungsunternehmen mit einem wesentlich höheren Berufsunfähigkeitsrisiko. Die dadurch entstehenden Überschüsse, werden dem Versicherungsnehmer gutgeschrieben und in einem reduzierten Nettobeitrag (=Zahlbeitrag) angerechnet.

Da der Nettobeitrag bei den meisten Gesellschaften immer nur für ein Jahr garantiert ist, sollten Sie beim Abschluss immer auch auf den Bruttobeitrag achten. Denn bei einer negativen Risikoentwicklung, hat das Versicherungsunternehmen jederzeit das Recht, die Überschüsse teilweise oder vollständig zu kürzen. Im ungünstigsten Fall müssten Sie dann den kompletten Tarifbeitrag leisten.

6. Die 1. Priorität sollte nie der Preis sein!

Bei der Auswahl einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Sie sich in erste Linie auf die richtigen Bedingungen und Klauseln konzentrieren. Denn es gibt nichts schlimmeres als einen Versicherungstarif gewählt zu haben, der im Ernstfall die Berufsunfähigkeitsrente verweigert, weil eine bestimmte Klausel im Bedingungswerk von der versicherten Person nicht erfüllt werden kann.

Welche Bedingungen Sie unbedingt wählen sollten, haben wir Ihnen im Kapitel „Versicherungsbedingungen“ zusammengestellt.

Wenn Sie allerdings mehrere Versicherungstarife mit den gleichen Leistungsvorgaben ermittelt haben, können Sie selbstverständlich das günstigste Angebot am Markt wählen.

Gerne helfen Ihnen unsere BU-Experten bei der Suche nach dem richtigen Tarif! Fordern Sie einfach unseren kostenlosen Versicherungsvergleich an!

7. Gesundheitsfragen immer ehrlich beantworten!

Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen, müssen Sie im Rahmen der Antragsstellung verschieden Gesundheitsfragen beantworten. Bitte denken Sie daran, dass Sie alle Fragen nach bestem Wissen beantworten und keine Krankheit, erscheint Sie Ihnen auch noch so unerheblich, verschweigen sollten.

Verschweigen Sie der Versicherung risikorelevante Krankheiten, so wird das als eine Pflichtverletzung Ihrerseits gewährtet und die Versicherung kann nach §19 Versicherungsvertragsgesetz vom Antrag zurücktreten und Ihnen die versicherte Leistung verwähren.

Auch bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung gilt das Sprichwort. Ehrlich währt am Längsten!

8. Berufsgruppeneinstufung

Nicht jede Versicherung stuft einen Beruf in die gleiche Risikogruppe ein. In der Regel unterscheiden die Versicherungen nach Berufsgruppen 1, 2, 3, 4 oder A, B, C und D. Dabei ist die Berufsgruppe „1“ bzw. „A“ am günstigsten und „4“ oder „D“ am teuersten. Zwischenzeitlich bieten auch viele Versicherungen die Berufsgruppe „1+“ bzw. „A+“ an.

Sie sollten deshalb nicht nur ein Angebot bei Ihrem örtlichen Versicherungsfachmann anfordern, sondern immer den Rat eines Versicherungsmaklers einholen. Denn häufig lässt sich sehr viel Geld einsparen, wenn man einen entsprechenden Marktvergleich durchführt und dadurch die Versicherung findet, die Ihren speziellen Beruf am günstigsten absichert.

9. Nicht sofort aufgeben!

Sollte Ihr Antrag auf Berufsunfähigkeit bei einer Gesellschaft abgelehnt werden, so sollten Sie nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Denn jede Gesellschaft prüft das Risiko individuell.

So kann es durchaus sein, dass Gesellschaft „A“ Ihren Antrag ablehnt, Gesellschaft „B“ ein Angebot für einen Risikozuschlag unterbreitet und Gesellschaft „C“ Ihren Antrag ohne Erschwerung annimmt.

Unsere BU-Experten unterstützen Sie gerne bei der Suche nach dem passenden Versicherungsunternehmen. Häufig kann schon aufgrund der Erfahrungswerte ein bestimmter Versicherer empfohlen werden.

10. Absicherungsalternativen prüfen!

Sollten Sie aufgrund Ihrer Vorerkrankungen oder Ihres Berufsbildes keinen Berufsunfähigkeitsschutz bekommen, sollten Sie auf jeden Fall folgende Alternative prüfen:

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